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RemoteConsole für VMWare Workstation
Davon träumt der preisbewusste Virtualisierer!

Hat man sich entschieden, für den Anfang auf seinem Virtualisierungs-Host erst einmal die preiswerte Workstation-Variante zu installieren, wird man einen Nachteil bald bemerken: Der Host ist im Rechnerraum in einen 19"-Schrank eingesperrt und vom Admin-PC aus fehlt leider die GSX- bzw. ESX-eigene Remote-Console. Und wer hat schon Lust im lärmenden, eiskalten Rechnerraum VMs zu konfigurieren?

Eine einfache, und vor allem kostenlose Lösung, bietet das Programm RealVNC.

RealVNC ist eine schnell zu installierende, flotte Fernsteuerungssoftware, welche sowohl auf Windows, als auch auf Linux/Unix plattformübergreifend läuft. Die Viewer-Komponente ist dabei nur eine kleine EXE, die von überall sofort ohne Installation gestartet werden kann. Letztendlich ist damit oft ein schnelleres und flüssigeres Arbeiten möglich, als mit der GSX-eigenen Remote-Console.

Der einzige Nachteil dieser Lösung soll hier nicht verschwiegen werden: Sie können eine VM erst dann fernbedienen, nachdem der VNC-Dienst in dieser Maschine gestartet ist. Das setzt natürlich ein laufendes Betriebsystem voraus. Also können sie die VM beispielsweise nicht starten oder Änderungen an der Konfiguration vornehmen. Und einen Bluescreen sehen Sie auch nicht live! :-)

Aber auch hier hilft VNC weiter: Installieren Sie diese Software auf dem Host selbst, so können sie VMs starten, beenden und konfigurieren, da sie ja die Kontrolle über den Host-Bildschirm haben. Nur die Steuerung in den VMs selbst läuft über eine VNC-Sitzung auf dem Host extrem hakelig, weshalb VNC dann auch in jeder VM benötigt wird.

Software
Die Software bringt zwei Komponenten mit: Der Server ist der Dienst, der auf dem zu steuernden Rechner laufen muss. Der Viewer ist eine einfache EXE, welche dann von jedem beliebigen PC aus den Zugriff auf den Bildschirm des Servers ermöglicht.

Installation
Die Installation ist einfach und selbsterklärend. Unbedingt sollte VNC unter Windows als Dienst installiert werden. Nur so können Sie bereits die Kontrolle über den Anmeldebildschirm des zu steuernden Betriebssystems erlangen!

Start
Beim ersten Start erscheint eine Abfrage, über welche man den Dienst konfigurieren kann. Die Einstellungen können so übernommen werden, einzig und allein ein Passwort sollte man hier unbedingt vergeben!

Benutzung
Die Verbindung kann mittels des VNC-Viewers von jedem beliebigen PC aus erfolgen, das richtige Passwort vorausgesetzt. Landet man im Anmeldebildschirm des zu steuernden PC, so kann die Tastenkombination STRG+ALT+ENTF über das Kontext-Menü des VNC-Viewers gesendet werden.

Eine besondere Zugabe ist der Start des VNC-Viewers mit folgender Befehlszeile:
C:\Programme\RealVNC\vncviewer.exe /scale 1/3 192.168.1.1

Zu beachten ist der Parameter /scale. Mit ihm legen Sie fest, dass der Bildschirm des fernzusteuernden Rechners (hier 192.168.1.1) im Verhältnis 1/3 skaliert wird. So ist es möglich, einige Fenster nebeneinander und untereinander anzuordnen. Das ergibt einen übersichtlichen Life-Monitor aller laufenden VMs.

Für jede Maschine kann dann ein eigenes Symbol zum schnellen Doppelklick auf dem Desktop abgelegt werden.

So haben Sie mit VNC die Möglichkeit, viele Plattformen mit graphischer Oberfläche zu steuern. Für Netware bietet sich dagegen die hauseigenen RCONSOLE, für Linux z.B. eine Telnet-Session an.

Sven Ahnert



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