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Aktualisierung!
Mittlerweile ist die offizielle Verkaufsversion der neuen VMware Workstation 4.5
verfügbar. Inhaber einer gültigen Version 4 können kostenlose upgraden!
Weitere Änderungen seit der Beta (sh. folgender Artikel) haben sich nicht ergeben!
Am Start: VMware Workstation 4.5
Wir haben uns die Version VMware Workstation 4.5 Beta, Build 7174 schon
einmal angeschaut.
Die wichtigste Neuigkeit:
Endlich! Die 1GB-Hürde ist gefallen! Insgesamt werden
nun 4GB RAM für alle VMs (pro VM max. 3,6GB) unterstützt. Damit zieht VMware genau
gleich zum Konkurrenten MS Virtual PC 2004 - ein Schelm wer Absicht dahinter vermutet
:-)
So eignet sich die Workstationversion nun endgültig für kleine bis mittlere
Produktionsumgebungen.
Zusätzlich unterstützt VMware jetzt Memory-Swapping.
Das bedeutet: wenn nur 512MB im Host stecken, kann man trotzdem 2 VMs zu je 270MB
parallel betreiben. VMware stellt dann virtuellen Speicher zur Verfügung.
Übertriebener Jubel ist aber nicht angebracht: Es kommt gleich ein Hinweis beim
Starten, dass es bei intensiver virtueller RAM-Nutzung im Gast etwas langsamer
laufen kann. Erwartungsgemäß wurde das auch so nachvollzogen, die Gäste und auch
der Host laufen deutlich langsamer, wenn viel emulierter RAM verwendet wird!
Das Virtualisieren von RAM geht natürlich nicht unbegrenzt, ca. das 1,5-3fache
des unter Preferences > Memory > Reserved Memory eingestellten physischen RAM
kann zusätzlich zugeordnet werden, stark abhängig von der Anzahl laufender Maschinen.
Getestet: 512MB Hardware RAM im Host und davon 250MB reserviert für alle VMs.
Mögliche RAM-Größen der VMs:
Eine VM mit max. 736MB
Zwei VMs mit max. 270MB (268MB und 272MB wegen 4MB-Blöcken)
Drei VMs mit max. jeweils 112 MB, 116 MB, 116 MB
Bei derzeitigen RAM-Preisen ist so auf Anhieb kein direkter Sinn in diesem Feature
zu sehen, vor allem in Hinblick auf die Geschwindigkeit. Aber das sollte man noch
genauer untersuchen.
Ja - und im Großen und Ganzen war es das dann auch schon an wirklich wichtigen
Neuigkeiten!
Der Rest ist Produktpflege und bis auf ein paar kleinere
Änderungen im Menü ist auch an der Oberfläche wenig Neues zu entdecken. Was gibt
es sonst noch:
PowerOff- und Reset-Button:
Beide Buttons können jeweils mit der zusätzlichen Option Shutdown bzw. Restart
belegt werden. Das bedeutet, dass die VM nicht hart abgeschaltet wird, sondern
dass das enthaltene Betriebssystem vorher automatisch herunterfährt. Installierte VMware-Tools
vorausgesetzt. Sehr nützlich und praktisch, wenn man das Herunterfahren automatisieren
will! (sh. auch unser Artikel zum automatischen Shutdown in den --> HOWTOs)
Virtuelle Platten:
Wenn ich versuche eine ungesplittete Platte größer als 2GB auf einer FAT-Partition
anzulegen, lässt das VMware nicht mehr zu. Es kommt eine Meldung, die dazu auffordert,
entweder die Platte in 2GB-Häppchen zu splitten, oder ein anderes Host-Laufwerk
zu wählen. In der derzeitigen Version geht das noch und kann unter Umständen zum
Daten-GAU führen.
Snapshots:
Endlich ist die Snapshot- und Revert-Funktion mit einer Sicherheitsabfrage versehen.
Wer sich schon einmal eine Stunde Konfigurationsarbeit aus Versehen mit einem
Revert zerstört hat, weiß das zu schätzen!
OS-Unterstützung:
Zusätzlich Longhorn + Linux Kernel2.6.
Installation:
Die Frage nach unzertifizierter Hardware kommt nicht mehr.
Zusätzlicher Menüpunkt "VM"
Unter einem neuen Menüpunkt sind jetzt alle Funktionen, welche die VM selbst betreffen,
zusammenfasst.
Und ein paar Gimmicks:
Tip des Tages
Automatisches Software-Update...
Viel Spaß beim Testen!
Sven Ahnert
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